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Herr Zopf’s Friseurmuseum auf dem Weg ins Guinness-Buch der Weltrekorde


11.09.2020 Kategorie: Allgemeine News

Wer das weltgrößte Friseurmuseum in einer weit entfernten Metropole vermutet, liegt daneben. Nach Neu-Ulm muss er blicken. Dort, auf dem Areal der deutschen Friseurakademie (dfa), Deutschlands größter Friseurfachschule, und dem Orange Hotel, ist Herr Zopf‘s Friseurmuseum beheimatet. Doch das war nicht immer so. Die ursprünglich 6000 Exponate umfassende Sammlung zog Anfang 2013 aus Eckernförde im hohen Norden, nach Neu-Ulm in Bayern. Mit ihr: Heinz Zopf. Museumsgründer, Friseur, Oberstudienrat, Hobby-Historiker und leidenschaftlicher Sammler mit familiär bedingtem Faible zum haarigen Handwerk.

 

Friseurmuseum im Guinness-Buch: erster Weltrekord aus Neu-Ulm

„Mittlerweile ist die in ihrer Art und Größe einzigartige Ausstellung um mehr als das Doppelte, auf über 12.000 Stücke, angewachsen“, sagt Harald Gloning, Geschäftsführer der deutschen Friseurakademie, der das Museum in Herrn Zopfs Sinne weiterführt. Das Friseurmuseum verbucht jährlich circa 2500 Besucher, davon allein 300 am Internationalen Museumstag. Menschen aus insgesamt 42 Ländern haben sich in den letzten sieben Jahren an der umfangreichen Ausstellung erfreut. „Mit der Bewerbung beim Guinness-Buch der Weltrekorde möchten wir die Reichweite des Friseurmuseums noch erhöhen“, erklärt Harald Gloning und führt fort: „Wir wollen einfach noch mehr Menschen erreichen und für unsere Ausstellung begeistern. Außerdem gibt es bisher keinen Eintrag aus Neu-Ulm im Guinness-Buch. Wir wären somit die Ersten.“

Ein ganz spezielles Highlight des Friseurmuseums, ist der denkmalgeschützte Salon Harand aus Dresden. In diesem Salon wurden einst Berühmtheiten wie die Königin von Griechenland, Heinz Rühmann, Theo Lingen, Trude Herr und andere deutsche Filmgrößen frisiert. Heute ist er tatsächlich der einzige Friseursalon, der unter Denkmalschutz gestellt wurde. Aber auch die anderen liebevoll ausgestellten Exponate erzählen fesselnde Geschichten aus vergangenen Zeiten, vom Bader und Barbier über Perückenmacher bis zum heutigen Friseur. Jeder Raum hält Unerwartetes, Skurriles, Faszinierendes bereit. Museumsbesucher können sich nicht sattsehen an den zahlreichen, mit Leidenschaft und Hingabe gesammelten Schmuckstücken. Kunstvoll verzierte Barttassen, ein Teppich geknüpft aus Haaren, der 100 Jahre alter Föhn: Ein Kleinod neben dem anderen macht die Geschichte des Friseurhandwerks erlebbar.

 

Herrn Zopfs Lebenswerk bleibt der Nachwelt erhalten

Die deutsche Friseurakademie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Herrn Zopfs Lebenswerk für die Nachwelt zu erhalten. Dafür sieht sich Harald Gloning regelmäßig nach interessanten Exponaten für die Ausstellung um und führt einheimische sowie weit angereiste Besucher mit Herzblut, Charme und Witz durch das Friseurmuseum. Die unmittelbare Nähe zur deutschen Friseurakademie lockt auch die Friseurschüler in das Museum. „Damit gewinnen sie einen entscheidenden Einblick in die Entstehung ihres Berufes und, wenn möglich auch in Ehre, Würde und Anspruch des Friseurs“, so Harald Gloning.

 

Trotz Corona: Führungen werden weiterhin angeboten

Der deutschen Friseurakademie ist es nicht nur gelungen, Herr Zopf‘s Friseurmuseum erfolgreich durch die Corona-Krise zu manövrieren, sondern auch, die Sammlung um weitere spannende Exponate zu erweitern. Unter Einhaltung der geltenden Hygieneauflagen werden aktuell wieder Gruppenführungen angeboten.